Scandinavian Airlines: Fusion mehrerer Gesellschaften

Bei den Scandinavian Airlines (SAS) handelt es sich um einen Zusammenschluss verschiedener Fluggesellschaften aus Schweden, Dänemark und Norwegen, also aus skandinavischen Ländern.

Um eine starke Airline ins Leben zu rufen fusionierten bereits im Jahr 1946 eine norwegische Fluggesellschaft, ein schwedisches Luftfahrtunternehmen und eine dänische Fluglinie. Zu einer der führenden Fluggesellschaften avancierte danach in Europa Scandinavian Airlines. 1954 wurde erstmals die Polarroute nach Nordamerika bedient, SAS warb dabei mit dem Vorteil dieser Routen-Abkürzung. Zwei Jahre später wurde ein renommierter Architekt damit beauftragt, in der Kopenhagener Innenstadt ein Hotel mit Abfertigungsterminal zu erbauen. Dieses Hotel gilt als Gesamtkunstwerk des Architekten und wurde 1960 eröffnet. Auf der Polarroute setzte SAS ab 1958 düsenbetriebene Flugzeuge ein.

Zu einer der bedeutendsten strategischen Luftfahrtallianzen zählt Scandinavian Airlines heutzutage. Die Muttergesellschaft hält auch Anteile an einer bekannten Hotelbetreibergesellschaft. SAS hat ein Vielfliegerprogramm etabliert, an dem auch sieben weitere Fluglinien teilnehmen. Einer Luftfracht-Tochter gehören mehrere Transportflugzeuge. Zudem wird ein Billigflugkonzept von einer weiteren Tochtergesellschaft in die Tat umgesetzt.

Für einen symbolischen Preis von einem Euro verkaufte man im Januar 2009 die Mehrheit an einer spanischen Airline an ein katalanisches Unternehmenskonglomerat, da diese Fluglinie im Jahr zuvor 4,9 Milliarden schwedische Kronen Verlust eingeflogen hatte. Mittlerweile gilt SAS auch selbst als Übernahmekandidat der größten deutschen Fluggesellschaft. Dass man 40 Prozent der Belegschaft (von 23.000 auf 14.000) verringern wird, erklärte die skandinavische Fluglinie am 3.2.2009. Durch den Verkauf anderer Unternehmensteile oder durch Outsourcing mussten 5.600 Angestellte das Unternehmen verlassen. 2008 muss das Unternehmen einen Verlust von 6,3 Milliarden schwedische Kronen verkraften, was 757 Millionen US-Dollar entspricht. Zum 1.10.2009 wurde die norwegische Fluggesellschaft der SAS, die einen eigenen Namen hatte, wieder in die Haupt-Airline eingebunden. An die größte deutsche Fluglinie verkaufte man zum 1.11.2009 einen 20-prozentigen Anteil an einer britischen Fluggesellschaft.