Arbeiten in Norwegen - Facharbeiter besonders gefragt

Abenteuerlust oder bessere Verdienstmöglichkeiten sind nur zwei der Gründe dafür, warum Menschen im Ausland arbeiten. Die skandinavischen Länder erfreuen sich dabei zunehmender Beliebtheit.

Sich in einem anderen Land einen lang gehegten Wunschtraum erfüllen, irgendwo anders noch einmal ganz von vorne beginnen – nicht wenige Menschen träumen vom Auswandern; und sei es nur für eine gewisse Zeit. Galten dabei früher vor allen Dingen Ziele wie beispielsweise die USA, Kanada oder Australien als die Traumländer schlechthin, so rücken für viele Europäer in den letzten Jahren die Nachbarländer verstärkt in den Fokus. Die skandinavischen Länder sind dafür das beste Beispiel, erfreuen sie sich doch gerade bei Deutschen Auswanderern zunehmender Beliebtheit. Arbeiten in Norwegen liegt im Trend.

Wer beispielsweise sein Glück in Norwegen machen und in diesem Land arbeiten will, für den sind die Zugangsvoraussetzungen denkbar einfach. So ist das Land zwar nach wie vor nicht Mitglied in der Europäischen Union, hat aber viele der Regeln der EU übernommen, unter anderem das europäische Wettbewerbsrecht und die Regeln zur Freizügigkeit von Arbeitnehmern. Dies bedeutet unter anderem, dass sich Bürger aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union bis zu drei Monaten ohne Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung im Land aufhalten dürfen. Danach allerdings müssen sie entweder ausreisen oder eine entsprechende Genehmigung beantragen. Gesucht werden in Norwegen vor allem Fachkräfte aus handwerklichen Berufen und aus dem Industriebereich, also beispielsweise Rohrschlosser, CNC-Fachkräfte. Aber auch Maschinenbaumechaniker, Dachdecker, Mechatroniker oder Bauklempner sind gefragt. Darüber hinaus haben aber auch Akademiker gute Chancen, besonders im Bereich des Ingenieurswesens. Und auch in der Ölindustrie werden immer wieder Fachkräfte gesucht. Besonders in diesem Industriezweig sind die Verdienstmöglichkeiten sehr groß, vor allem, wenn man auf einer Bohrinsel arbeitet. Allerdings sind hierfür hervorragende Norwegischkenntnisse ein absolutes Muss.

Für Europäer sind die entsprechenden Vorbedingungen für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis vergleichsweise einfach zu erfüllen. Das wichtigste Dokument, das Arbeitnehmer dabei mitbringen müssen, ist der Arbeitsvertrag. Au-pairs, Künstler und Musiker müssen den Arbeitsvertrag dabei schon vor der Einreise nach Norwegen besitzen und vor der Einreise bei der norwegischen Botschaft eine entsprechende Arbeitsgenehmigung beantragen. Bei Facharbeitern sieht es etwas anders aus. Denn wer als Facharbeiter nach Norwegen kommt, der kann die benötigten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen auch vor Ort in der örtlichen Polizeidienststelle beantragen. Notwendig ist aber auch hier die Vorlage eines gültigen Arbeitsvertrages. Wer insgesamt mehr als drei Jahre in Norwegen gelebt hat und außerdem die Sprache beherrscht, der kann darüber hinaus eine so genannte „Permanent residence permit“, also eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung beantragen.