Offene Immobilienfonds: eine gute Anlagemöglichkeit?

Offene Immobilienfonds, das sind Investitionen in Gebäude und Grundstücke,die auch für kleine Anleger eine gute Möglichkeit darstellen. Mit der weltweiten Finanzkrise, kamen auch die einige dieser Fonds in die Krise.

Offene Immobilienfonds sind vor allem für private Kapitalanleger empfehlenswert. Auch mit kleinen Beträgen können sich Anleger mit diesen Investmentfonds an Immobilien beteiligen. Ein offener Immobilienfonds wird in der Regel von einer Kapitalanlagegesellschaft betreut. Es handelt sich dabei um Grundstücks-Sondervermögen, in dem wenigstens 15 Grundstücke integriert sind. Die gesetzliche Grundlage für die offenen Immobilienfonds bildet das Investmentgesetz (InvG).

Vor allem gewerblich genutzte Immobilien, wie zum Beispiel Bürokomplexe oder Einzelhandelshäuser werden bei dieser Form der Anlage gekauft. Durch Mieterträge und die Wertsteigerung der Immobilien versucht der Investmentfonds, Gewinne zu erwirtschaften. Ein wichtiges Element der offenen Immobilienfonds ist die vorgeschriebene Liquiditätsreserve, die mindestens fünf Prozent des gesamten Vermögens des Fonds betragen muss. Ist diese Liquiditätsreserve nicht mehr gegeben bzw. werden die fünf Prozent unterschritten, muss die Kapitalanlagegesellschaft den Immobilienfonds vorübergehend schließen. Problematisch wird es immer dann, wenn viele Anleger ihre Anteile verkaufen und die Mittelabflüsse entsprechend hoch sind. Die Kapitalanlagegesellschaft muss nun unter Druck viele Objekte verkaufen, was sich nicht selten mindernd auf den erzielbaren Marktpreis auswirkt. Der Preis darf den Wert, den der Gutachter festgestellt hat, nicht unterschreiten, sonst ist der Verkauf nicht zulässig.

Während sie lange Zeit als Garant für ordentliche Gewinne galten, gerieten die offenen Immobilienfonds, die auf Investitionen in deutsche Immobilien basierten, 2004 in erste Schwierigkeiten: Viele Bürokomplexe hatten mit fallenden oder stagnierenden Mieten zu kämpfen oder hatten generell Schwierigkeiten Mieter zu finden. Als eine erste Folge reduzierten sich die Ausschüttungen der Fonds. Während diese in den Jahren zuvor stetig gestiegen waren, sanken sie nun zum ersten Mal erheblich ab, was zu Verunsicherungen unter den Anlegern führte. 2006 erwirtschaftete dann der erste offene Immobilienfonds einen Verlust. Derzeit gibt es einige Fonds, die als Auswirkung der Finanzkrise die Rücknahme von Anteilen vorerst ausgesetzt haben.