Bronchitis bei Kindern - eine häufige Erkrankung

Die Bronchitis gilt in Fachkreisen als die am häufigsten auftretende Krankheit. Eine akute Bronchitis geht bei den feinen Atemorganen von Säuglingen und Kleinkindern oft auch mit einer Atemwegs-Verengung einher.

Die Bronchien stellen den Teil der Atemwege dar, der direkt an die Luftröhre anschließt. In diesem Teil zweigt sich die Lunge in ein Röhrensystem auf, das mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist und von knorpeligen Anteilen stabilisiert wird. Bei einer Bronchitis wird je nach Krankheitsverlauf zwischen einer akuten oder chronischen Entzündung der Bronchien unterschieden. Auch der Ort der Infektion ist entscheidend. Bei einer Entzündung der Luftröhre und der großen Bronchien wird von einer Tracheobronchitis geredet. Bei einer Bronchiolitis sind nur die kleinen Verzweigungen der Bronchien, die so genannten Bronchiolen betroffen. Wenn durch eine entzündete Bronchialschleimhaut die Bildung von vermehrtem Schleim angeregt wird und zu einer Verlegung der Luftwege führen, ist von einer obstruktiven, das heißt versperrenden Bronchitis die Rede. In diesem Fall kommt es auch zur Atembehinderung. Synonym zum Begriff der obstruktiven Bronchitis wird heutzutage oft der Begriff der spastischen Bronchitis verwendet. Hier ist die Ursache für die Atemwegsverengung eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, auch als Bronchospasmus bezeichnet.

Die akute, schnell auftretende und heftig verlaufende Bronchitis ist bei Kindern die häufigste Erkrankung. Die Entzündung der Bronchialschleimhaut kann jedoch in manchen Fällen auch chronisch, langsam verlaufend und anhaltend sein und sogar obstruktiv. Eine akute Bronchitis bei Kindern kann auch in Kombination mit anderen Infektionskrankheiten wie Windpocken, Keuchhusten, Scharlach oder Masern auftreten.

Die durch Viren oder Bakterien bedingte akute Bronchitis wird durch Tröpfcheninfektionen übertragen und bricht im Rahmen von Erkältungen innerhalb von fünf bis sechs Tagen zur Bronchitis aus. Häufig besteht zunächst eine Erkältung der oberen Luftwege, die sich durch die Infektion mit den Viren bis zur Bronchialschleimhaut ausbreitet. Die Entzündung der Bronchialschleimhaut wird durch kaltes und feuchtes Wetter, durch Zigarettenrauch und durch Luftverschmutzung gefördert. Eine akute Bronchitis äußert sich anfangs mit Beschwerden wie trockenem Husten und Hustenreiz. Nach einigen Tagen tritt zu dem Husten ein eitriger Auswurf hinzu, der bei viralen Infekten häufig weißlich-schleimig und bei bakteriellen Infekten gelblich-grün ist. Da Säuglinge und Kleinkinder den Schleim zwar hochhusten, ihn jedoch nicht ausspucken können, schlucken sie ihn meist herunter. Dieser Schleim wird dann häufig bei heftigen Hustenanfällen mit dem Mageninhalt erbrochen. Weitere Begleiterscheinungen einer akuten Bronchitis sind Fieber und Müdigkeit.

Eine chronische Bronchitis entwickelt sich entweder schleichend langsam oder entsteht aus einer akuten Bronchitis. Wird eine chronische Bronchitis nicht sachgemäß behandelt, können irreversible Schäden zurückbleiben und ein ständiger Begleiter werden. Daher gilt, dass eine ausbleibende Verbesserung der akuten Bronchitis innerhalb von fünf Tagen unbedingt ernst genommen werden sollte. In diesem Fall sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.